Analytische Bestandteile im Hundefutter: Rohprotein & Co. richtig lesen
Vier oder fünf Prozentzahlen, klein gedruckt, meist auf der Rückseite der Dose. Was diese Laborwerte bedeuten, wie du sie umrechnest und wo ihre Aussagekraft endet.
Das Wichtigste in Kürze
- Pflicht bei Alleinfutter für Hunde sind Rohprotein, Rohfett, Rohfaser und Rohasche, die Feuchtigkeit ab mehr als 14 %.
- Vergleichbar werden die Werte erst in der Trockensubstanz: 10 % Rohprotein bei 78 % Feuchtigkeit sind 45,5 %.
- Kohlenhydrate (NfE) sind der Rest zu 100, die Energie schätzt du mit 3,5 kcal je g Protein und Kohlenhydrate und 8,5 kcal je g Fett.
- Die Werte dürfen abweichen: Bei deklarierten 10 % Rohprotein sind 8 bis 12 % zulässig.
- Über Verdaulichkeit, Aminosäuren, Calcium und Phosphor sagen die analytischen Bestandteile nichts.
Inhalt
Oft werden die Prozentwerte auf dem Etikett falsch gelesen, weil 10 % Rohprotein in der Dose und 25 % im Trockenfutter nicht dasselbe bedeuten. Was Nassfutter grundsätzlich von Trockenfutter unterscheidet, steht im großen Überblick Nassfutter für Hunde.
Was sind analytische Bestandteile im Hundefutter?
Analytische Bestandteile sind Laborwerte, die angeben, wie viel Prozent des fertigen Futters auf bestimmte Stoffgruppen entfallen. Sie beschreiben das Ergebnis im Napf, nicht die Zutaten.
Die Weender Futtermittelanalyse ist das Standardverfahren, mit dem Futtermittel im Labor untersucht werden. Eine Probe wird getrocknet (Feuchtigkeit), auf Stickstoff untersucht (Rohprotein), mit einem Fettlösungsmittel ausgezogen (Rohfett), in Säure und Lauge gekocht (Rohfaser) und bei 550 °C verbrannt (Rohasche). Das „Roh“ steht für die Methode: Sie erfasst ganze Stoffgruppen, keine einzelnen Nährstoffe.
Welche Werte Pflicht sind, regelt die Verordnung (EG) Nr. 767/2009. Für Alleinfuttermittel für Hunde nennt Anhang VII vier: Rohprotein, Rohfaser, Rohfett und Rohasche. Die Feuchtigkeit kommt dazu, sobald sie über 14 % liegt, also bei jedem Nassfutter. Statt „Rohprotein“ darf bei Heimtierfutter auch „Protein“ stehen, statt „Rohfett“ „Fettgehalt“, statt „Rohasche“ „anorganischer Stoff“. Der Energiegehalt ist eine freiwillige Angabe. Wie der Rest des Etiketts aufgebaut ist, erklärt unser Artikel Hundefutter-Deklaration lesen.
Wie genau müssen die Werte auf dem Etikett stimmen?
Nicht aufs Zehntel. Die Verordnung erlaubt in Anhang IV Toleranzen, die technische und analytische Abweichungen abdecken.
Bei Heimtierfutter mit weniger als 16 % deklariertem Rohprotein beträgt die Toleranz 2 Prozentpunkte nach unten und nach oben. Stehen 10 % auf der Dose, darf eine Kontrollanalyse also 8 bis 12 % ergeben. Beim Rohfett sind es unter 16 % deklariertem Gehalt 2 Punkte nach unten und 4 nach oben, bei Rohasche unter 8 % 2 Punkte nach unten und 1 nach oben, bei Rohfaser unter 10 % jeweils 1,75 Punkte.
Für die Feuchtigkeit gibt es bei Nassfutter nur eine Grenze nach oben: 8 % des angegebenen Werts, bei 78 % also bis rund 84 %. Ein Freibrief für dauerhaft abweichende Rezepturen sind die Toleranzen nicht. Sie zeigen aber: Zwei Dosen mit 9 und 10 % Rohprotein unterscheiden sich auf dem Papier, nicht unbedingt im Napf.
In einer Untersuchung von 20 Dosenfuttern für Welpen und ausgewachsene Hunde vom europäischen Markt passten nur bei zwei Produkten alle Laborwerte innerhalb der von den Autoren angesetzten Toleranzen zu den Angaben auf dem Etikett.
Was bedeuten Rohprotein, Rohfett, Rohfaser, Rohasche und Feuchtigkeit?
Jeder der fünf Werte steht für eine Stoffgruppe. Die Prozente beziehen sich auf das Futter, wie es in der Dose ist, also einschließlich Wasser.
Rohprotein
Rohprotein ist der gemessene Stickstoffgehalt mal 6,25. Die Methode erfasst den gesamten Stickstoff und unterscheidet nicht, ob er aus Muskelfleisch, Bindegewebe oder Pflanzen stammt. Der Wert sagt, wie viel Eiweiß rechnerisch enthalten ist, aber nichts über dessen Qualität. In der erwähnten Untersuchung lagen die Dosenfutter zwischen rund 31 und 75 g Rohprotein je 100 g Trockensubstanz, also ohne Wasser gerechnet.
Rohfett
Rohfett ist alles, was sich mit einem Fettlösungsmittel aus der Probe herauslösen lässt. Für die Energie ist es der wichtigste Wert: Ein Gramm Fett liefert in der gängigen Schätzformel rund 2,4-mal so viele Kilokalorien wie ein Gramm Protein oder Kohlenhydrate. Die untersuchten Dosenfutter enthielten rund 18 bis 43 g Rohfett je 100 g Trockensubstanz. Welche Fettsäuren enthalten sind, verrät der Wert nicht.
Rohfaser
Rohfaser ist der Rückstand, der nach dem Kochen in Säure und Lauge übrig bleibt, abzüglich der Asche. Laut MSD Veterinary Manual erfasst die Methode nur einen Teil der unlöslichen und keine löslichen Ballaststoffe. Der tatsächliche Ballaststoffgehalt liegt also höher als der Rohfaserwert; der Rest landet rechnerisch bei den Kohlenhydraten.
Rohasche
Rohasche ist, was nach dem Verbrennen der Probe bei 550 °C übrig bleibt: die Mineralstoffe. Niemand mischt Asche ins Futter, und ein Füllstoff ist sie auch nicht. Ein hoher Wert bedeutet viel Mineralisches, nach unserer Einschätzung meist aus zugesetzten Mineralstoffen oder knochenhaltiger Rohware. Welches Mineral in welcher Menge enthalten ist, zeigt die Zahl nicht. Die Autoren einer britischen Analyse von 177 Alleinfuttern für Hunde und Katzen nennen als Faustregel höchstens 2 % Rohasche bei Nassfutter und 10 % bei Trockenfutter. Ein Grenzwert ist das nicht.
Feuchtigkeit
Feuchtigkeit ist der Gewichtsverlust beim Trocknen, also das Wasser. Dosenfutter enthält laut MSD Veterinary Manual zwischen 60 und über 87 % Wasser, Trockenfutter 3 bis 11 %. Je mehr Wasser, desto kleiner fallen die übrigen Prozentzahlen aus, obwohl das Verhältnis der Nährstoffe zueinander gleich bleibt.
Wie rechnest du die Werte auf Trockensubstanz um?
Du teilst jeden Wert durch die Trockensubstanz, also durch das, was ohne Wasser übrig bleibt, und nimmst das Ergebnis mal 100.
Trockensubstanz in % = 100 − Feuchtigkeit. Wert in der Trockensubstanz = Wert laut Etikett ÷ Trockensubstanz × 100. Beispiel: 10 % Rohprotein bei 78 % Feuchtigkeit ergeben 10 ÷ 22 × 100 = 45,5 % Rohprotein in der Trockensubstanz.
Die Tabelle rechnet das für eine Beispieldose durch: ein typisches Nassfutter, ausdrücklich nicht unsere Dose.
| Bestandteil | Laut Etikett | In der Trockensubstanz |
|---|---|---|
| Rohprotein | 10,0 % | 45,5 % |
| Rohfett | 6,0 % | 27,3 % |
| Rohfaser | 0,4 % | 1,8 % |
| Rohasche | 2,0 % | 9,1 % |
| Feuchtigkeit | 78,0 % | entfällt |
| Kohlenhydrate (NfE, berechnet) | 3,6 % | 16,4 % |
Zum Vergleich ein Beispiel-Trockenfutter mit 25 % Rohprotein, 12 % Rohfett, 2,5 % Rohfaser, 7 % Rohasche und 10 % Feuchtigkeit: In der Trockensubstanz sind das 27,8 % Rohprotein und 13,3 % Rohfett. Auf dem Etikett wirkt es proteinreicher als die Dose (25 gegen 10 %), ohne Wasser gerechnet ist es umgekehrt (27,8 gegen 45,5 %).
Dieselbe Rechnung mit den Zahlen aus unserem Deklarations-Artikel: 8 % Rohprotein bei 78 % Feuchtigkeit sind 36 %, 25 % bei 10 % Feuchtigkeit 28 %. Was daraus für die Wahl der Futterart folgt, steht unter Nassfutter oder Trockenfutter.
Wie viele Kohlenhydrate stecken im Hundefutter?
Kohlenhydrate müssen nicht deklariert werden, du kannst sie aber als Rest ausrechnen. Der Fachbegriff für diesen Rest ist NfE, stickstofffreie Extraktstoffe.
NfE = 100 − Feuchtigkeit − Rohprotein − Rohfett − Rohfaser − Rohasche. Für die Beispieldose: 100 − 78 − 10 − 6 − 0,4 − 2 = 3,6 % Kohlenhydrate, in der Trockensubstanz 16,4 %. Das Beispiel-Trockenfutter kommt auf 43,5 %, in der Trockensubstanz 48,3 %.
Zwei Einschränkungen: Weil NfE ein Rest ist, sammeln sich dort alle Messfehler und Toleranzen der fünf anderen Werte. Und der Rest enthält neben Stärke und Zucker auch die Ballaststoffe, die die Rohfaser-Methode nicht erfasst. Die Zahl ist deshalb eher eine Größenordnung als ein Messwert. In der Untersuchung der 20 Dosenfutter reichte die NfE von unter 2 bis knapp 39 % der Trockensubstanz.
Wie viele kcal hat das Futter, wenn nichts auf dem Etikett steht?
Das lässt sich mit drei Multiplikationen schätzen: Rohprotein mal 3,5, Rohfett mal 8,5, NfE mal 3,5. Die Summe ist die umsetzbare Energie in kcal je 100 g, also der Teil der Energie, den der Hund tatsächlich verwerten kann.
Energie in kcal je 100 g = 3,5 × Rohprotein + 8,5 × Rohfett + 3,5 × NfE, alle Werte in Prozent laut Etikett. Für die Beispieldose: 3,5 × 10 + 8,5 × 6 + 3,5 × 3,6 = 35 + 51 + 12,6 = 98,6 kcal je 100 g. Das Beispiel-Trockenfutter kommt mit derselben Formel auf rund 342 kcal je 100 g.
Die drei Zahlen heißen modifizierte Atwater-Faktoren. Sie sind für verarbeitetes Fertigfutter gedacht und unterstellen eine durchschnittliche Verdaulichkeit; für selbst gekochte Rationen passen sie nicht ohne Weiteres. FEDIAF, der europäische Verband der Heimtierfutterhersteller, nennt Fütterungsversuche als genaueste Methode und verweist für die Berechnung auf Schätzformeln.
Wie grob die Schätzung ist, zeigt eine Auswertung von 207 Fütterungsversuchen mit Hundefutter, davon 25 mit Nassfutter: Die einfache Formel unterschätzte die Energie im Mittel, und bei Nassfutter reichte die Abweichung von 21 % zu hoch bis 58 % zu niedrig.
Steht ein kcal-Wert auf der Dose, nimm deshalb den. Wie stark er die Futtermenge bestimmt, zeigt ein Hund mit 15 kg und 838 kcal Tagesbedarf (110 × 150,75): Bei 90 kcal je 100 g sind das rund 930 g Nassfutter am Tag, bei 98,6 kcal rund 850 g. Die ganze Rechnung findest du unter Wie viel Nassfutter braucht ein Hund pro Tag?.
Wie viel Rohprotein und Rohfett braucht ein Hund mindestens?
FEDIAF empfiehlt für Alleinfutter für ausgewachsene Hunde mindestens 18 g Protein und 5,5 g Fett je 100 g Trockensubstanz. Für wenig aktive Hunde, die weniger fressen, sind es 21 g Protein. Übliche Nassfutter liegen deutlich darüber.
| Nährstoff | Minimum normal aktiv | Minimum wenig aktiv | Beispieldose |
|---|---|---|---|
| Protein je 100 g Trockensubstanz | 18,0 g | 21,0 g | 45,5 g |
| Fett je 100 g Trockensubstanz | 5,5 g | 5,5 g | 27,3 g |
| Protein je 1.000 kcal | 45,0 g | 52,1 g | 101,4 g |
| Fett je 1.000 kcal | 13,75 g | 13,75 g | 60,9 g |
„Normal aktiv“ steht für einen Energiebedarf von 110 kcal je kg0,75 Körpergewicht, „wenig aktiv“ für 95. Die Werte je 100 g Trockensubstanz gelten für ein Futter mit 4 kcal je g Trockensubstanz. Die Beispieldose liegt mit rund 4,5 kcal darüber, deshalb ist der Vergleich je 1.000 kcal der fairere: Gramm je 100 g Futter ÷ kcal je 100 g × 1.000. Die Mindestwerte sind Untergrenzen für Hersteller, keine Empfehlung für den optimalen Gehalt.
Was verraten die analytischen Bestandteile nicht?
Sie sagen, wie viel von einer Stoffgruppe enthalten ist. Sie sagen nicht, wie gut der Hund sie verwertet und ob die einzelnen Nährstoffe im richtigen Verhältnis stehen.
- Verdaulichkeit: Das Labor misst, was im Futter ist, nicht, was im Darm ankommt. FEDIAF setzt bei den Mindestwerten eine Proteinverdaulichkeit von mindestens 80 % voraus. Auf dem Etikett steht sie nicht.
- Aminosäuren: Rohprotein ist eine Summe. Ob jede unentbehrliche Aminosäure ausreichend enthalten ist, hängt von den Eiweißquellen ab. Was einzelne Organe beitragen, steht im Artikel Innereien im Hundefutter.
- Calcium und Phosphor: Pflichtangaben sind sie nur bei Mineralergänzungsfutter, nicht bei Alleinfutter. FEDIAF nennt für normal aktive ausgewachsene Hunde mindestens 0,5 g Calcium und 0,4 g Phosphor je 100 g Trockensubstanz (wenig aktiv: 0,58 und 0,46 g) und ein Verhältnis zwischen 1:1 und 2:1. In der britischen Analyse erfüllten nur 6 % der 97 Nassfutter für Hunde und Katzen alle geprüften Mineralstoff-Empfehlungen, also nicht nur die für Calcium und Phosphor. Welche Mineralstoffe zugesetzt wurden, zeigt der Zusatzstoff-Block, den wir unter Zusatzstoffe im Hundefutter erklären.
- Qualität der Rohware: Zwei Futter mit identischen Analysewerten können aus sehr unterschiedlichen Zutaten bestehen.
Checkliste: analytische Bestandteile in 60 Sekunden prüfen
Für den schnellen Blick aufs Etikett reichen sechs Schritte und der Taschenrechner am Handy.
- Futtermittelart lesen: Nur ein Alleinfuttermittel muss den Bedarf allein decken.
- Feuchtigkeit suchen und die Trockensubstanz ausrechnen (100 minus Feuchtigkeit). Fehlt die Angabe bei Trockenfutter, rechne mit 10 %.
- Rohprotein und Rohfett durch die Trockensubstanz teilen und mal 100 nehmen. Nur diese Zahlen vergleichst du zwischen zwei Futtern.
- Kohlenhydrate als Rest ausrechnen: 100 minus alle fünf Werte.
- kcal je 100 g ablesen oder schätzen, damit die Futtermenge stimmt.
- Unterschiede unterhalb der Toleranz nicht überbewerten, bei Rohprotein in Nassfutter (unter 16 % deklariert) sind das 2 Prozentpunkte.
Welche analytischen Bestandteile hat unsere Dose?
Noch keine, die wir belegen können. Die Laborwerte von Rind mit Karotte & Kartoffel liegen uns noch nicht bestätigt vor. Deshalb nennen wir hier weder Rohprotein noch Rohfett, Rohasche, Feuchtigkeit oder kcal. Sobald die Laborwerte bestätigt sind, ergänzen wir sie auf der Produktseite. Das Prüfprotokoll deiner Charge bekommst du auf Anfrage; wie das geht, steht unter Qualität & Chargen.
Was wir sagen können: Es ist ein Alleinfuttermittel für ausgewachsene Hunde mit 65 % Fleisch und Innereien vom Rind, 2 % Karotte, 2 % Kartoffel, 1 % Leinöl und Mineralstoffen, dazu kommen 30 % Trinkwasser bzw. Brühe. Was wir nicht sagen können: wie das in Prozent Rohprotein oder Rohfett aussieht. Die 65 % sind Einsatzgewicht und lassen sich nicht in Analysewerte umrechnen, zumal wir die Einzelanteile der Innereien nicht kennen. Braucht dein Hund einen bestimmten Fett- oder Phosphorgehalt, dann warte auf die Laborwerte.
Wann solltest du zum Tierarzt?
Wir sind keine Tierärzte. In diesen Fällen gehören die Zahlen vom Etikett in die Praxis:
- Dein Hund hat eine chronische Nierenerkrankung: Protein- und Phosphorgehalt müssen zur Diagnose passen, und Phosphor steht bei Alleinfutter meist nicht auf dem Etikett.
- Dein Hund hatte eine Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis): Das MSD Veterinary Manual nennt für die fettarme Ration bei Hunden weniger als 20 g Fett je 1.000 kcal. Die Beispieldose oben läge bei rund 61 g.
- Dein Hund ist im Wachstum, trächtig oder säugend: Die Mindestwerte für ausgewachsene Hunde gelten dann nicht.
Häufige Fragen
Wie viel Rohprotein sollte Nassfutter für Hunde haben?
FEDIAF empfiehlt für ausgewachsene Hunde mindestens 18 g Protein je 100 g Trockensubstanz. Bei 78 % Feuchtigkeit entspricht das rund 4 % laut Etikett. Übliche Nassfutter deklarieren deutlich mehr. Ein möglichst hoher Wert ist kein Qualitätsbeweis.
Ist ein hoher Rohaschegehalt im Hundefutter schlecht?
Nicht automatisch. Rohasche ist die Summe der Mineralstoffe, und ein Alleinfutter braucht Mineralstoffe. Ein auffällig hoher Wert ist ein Anlass, beim Hersteller nach Calcium und Phosphor zu fragen.
Wie viel Rohfett sollte Hundefutter enthalten?
Der FEDIAF-Mindestwert für ausgewachsene Hunde liegt bei 5,5 g Fett je 100 g Trockensubstanz oder 13,75 g je 1.000 kcal. Einen Höchstwert nennt FEDIAF nicht. Weil Fett der energiereichste Bestandteil ist, bestimmt es vor allem, wie viel Gramm Futter dein Hund am Tag braucht.
Warum steht bei Trockenfutter keine Feuchtigkeit auf dem Etikett?
Weil die Angabe erst ab mehr als 14 % Feuchtigkeit Pflicht ist und Trockenfutter darunter liegt. Für die Umrechnung kannst du mit 10 % rechnen, wenn der Hersteller nichts angibt.
Was ist der Unterschied zwischen Protein und Rohprotein auf dem Etikett?
Keiner. Die EU-Verordnung erlaubt bei Heimtierfutter beide Bezeichnungen für denselben Laborwert. Dasselbe gilt für „Fettgehalt“ statt „Rohfett“ und „anorganischer Stoff“ statt „Rohasche“.
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