Hundefutter-Deklaration lesen: Was 65 % Fleisch wirklich heißt
Deklarationsarten, tierische Nebenerzeugnisse, Prozentangaben: was die Begriffe auf dem Etikett bedeuten. Mit Rechenbeispiel, 3a/3b-Entschlüsselung und 5-Punkte-Checkliste.
Das Wichtigste in Kürze
- Offene, halboffene und geschlossene Deklaration sind alle legal – sie verraten dir nur unterschiedlich viel.
- „Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse“ heißt: Muskelfleisch und Innereien fleischtauglich geschlachteter Tiere, kein Kadavermaterial.
- „65 % Fleisch“ bezieht sich auf das Einsatzgewicht inklusive Wasser und sagt nichts über den Proteingehalt.
- Bei einem Alleinfuttermittel gehören Zusatzstoffe mit 3a- und 3b-Nummern aufs Etikett. Fehlen sie, schau genauer hin.
Inhalt
Dieser Artikel gehört zu unserem großen Überblick Nassfutter für Hunde.
Was muss überhaupt auf einem Hundefutter-Etikett stehen?
Die Kennzeichnung von Heimtierfutter ist in der EU einheitlich geregelt, in der Verordnung (EG) Nr. 767/2009. Artikel 15 schreibt Pflichtangaben vor: Futtermittelart (Alleinfuttermittel oder Ergänzungsfuttermittel) und Tierart, Mindesthaltbarkeitsdatum, Partie- oder Chargennummer, Nettogewicht, Zulassungs- oder Registrierungsnummer des Herstellers, Fütterungshinweise und einen Verantwortlichen mit Kontaktdaten.
Dazu kommen die Zusammensetzung (Zutatenliste), die analytischen Bestandteile und die Zusatzstoffe – die drei Blöcke, die beim Lesen am meisten Verwirrung stiften und die wir hier Stück für Stück aufschlüsseln. Wichtig: Artikel 19 der Verordnung gibt dir ein Auskunftsrecht. Wenn ein Hersteller nur Kategorien angibt, muss er dir auf Nachfrage sagen, was dahintersteckt.
Offene, halboffene oder geschlossene Deklaration – was ist der Unterschied?
Die Verordnung erlaubt in Artikel 17 Absatz 2 c) zwei Wege, die Zusammensetzung anzugeben: entweder jede Zutat einzeln mit ihrer Bezeichnung oder zusammengefasst in Kategorien. Daraus haben sich in der Praxis drei Begriffe entwickelt, die du in Ratgebern und Foren findest.
| Deklarationsart | Beispiel-Etikett | Was du daraus lernst |
|---|---|---|
| Offen | „Putenfleisch 40 %, Putenherz 10 %, Putenleber 5 %, Putenmagen 10 %, Zucchini 4 %, Lachsöl 1 %, Mineralstoffe“ | Du siehst jede Zutat mit ihrem Anteil. Maximale Transparenz, aber auch das längste Etikett. Nicht jede Rezeptur lässt sich so exakt in jeder Charge garantieren. |
| Halboffen | „65 % Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse vom Rind (Fleisch, Lunge, Niere, Euter, Herz, Pansen, Leber), Gemüse (2 % Karotte, 2 % Kartoffel), Öle und Fette (1 % Leinöl), Mineralstoffe“ | Du kennst die Tierart, den Gesamtanteil und die verwendeten Teile, aber nicht deren genaue Verteilung untereinander. Ein guter Kompromiss zwischen Lesbarkeit und Ehrlichkeit. |
| Geschlossen | „Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse (davon 4 % Ente), pflanzliche Nebenerzeugnisse, Getreide, Öle und Fette, Mineralstoffe“ | Du weißt, dass Fleisch drin ist – aber nicht von welcher Tierart in welcher Menge, außer bei der hervorgehobenen Zutat. Bei Allergikern oder Unverträglichkeiten wird es damit schwierig. |
Alle drei Varianten sind rechtlich zulässig. Nicht erlaubt ist das Mischen von offener und geschlossener Angabe innerhalb einer Zutatenliste. Die geschlossene Deklaration ist kein automatisches Zeichen für schlechte Qualität – sie sagt nur weniger aus. Manche Hersteller nutzen sie, um je nach Verfügbarkeit der Rohware flexibel zu bleiben. Für dich heißt das: Du kaufst ein Stück weit blind.
Was bedeutet „Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse“ wirklich?
Kaum ein Begriff auf dem Etikett sorgt für so viel Misstrauen wie dieser. Viele stellen sich darunter Schlachtabfälle, Federn oder gar Kadaver vor. Ein Blick in die Rechtsgrundlage hilft: Die Richtlinie 82/475/EWG definiert die Kategorie als „alle Fleischteile geschlachteter warmblütiger Landtiere, frisch oder durch geeignete Behandlung haltbar gemacht, sowie alle Erzeugnisse und Nebenerzeugnisse aus der Verarbeitung von Tierkörpern oder Teilen von Tierkörpern warmblütiger Landtiere“.
Übersetzt heißt das: Muskelfleisch und Innereien, Bindegewebe, Sehnen – also alles, was vom geschlachteten Tier verwertet wird. Entscheidend ist das Wort „geschlachtet“. Für Heimtierfutter darf nur Material der Kategorie 3 nach Verordnung (EG) 1069/2009 verwendet werden. Das sind Teile von Tieren, die als fleischtauglich geschlachtet wurden und deren Fleisch grundsätzlich für den menschlichen Verzehr geeignet wäre. Kadaver, verendete oder kranke Tiere fallen in die Kategorien 1 und 2 und sind für Futtermittel ausgeschlossen.
Warum Innereien kein Mangel, sondern ein Plus sind
Der zweite Irrtum betrifft die Innereien selbst. Rechtlich dürfen Herz, Leber, Magen oder Lunge nicht als „Fleisch“ bezeichnet werden – sie zählen zu den Nebenerzeugnissen. Ernährungsphysiologisch sind sie aber oft wertvoller als reines Muskelfleisch.
Die Tierärztin Dr. Julia Fritz von Napfcheck beschreibt Leber als das Organ mit dem höchsten Gehalt an Vitaminen und Spurenelementen, darunter Vitamin A, D, B12, Eisen und Kupfer. Leber, Niere und Milz liefern rund 20 % Protein bei unter 5 % Fett. Herz und Geflügelmägen bestehen fast vollständig aus Muskulatur, gelten aber trotzdem nicht als Fleisch.
Ein Futter ausschließlich aus Muskelfleisch wäre also nicht „natürlicher“, sondern einseitiger. Nur bei Leber gilt: in Maßen, weil sehr große Mengen Vitamin A auf Dauer problematisch werden können. Die Frage ist deshalb nicht, ob Innereien enthalten sind, sondern welche – und ob der Hersteller sie benennt. Was die einzelnen Organe liefern, steht im Artikel Innereien im Hundefutter.
Warum sagt „65 % Fleisch“ nichts über den Proteingehalt?
Sobald ein Hersteller eine Zutat hervorhebt – im Namen, im Bild oder im Text –, muss er laut Artikel 17 Absatz 2 b) den Anteil in Prozent angeben. Eine gute Regel mit einem Haken, den kaum jemand kennt: Die Prozentangabe bezieht sich auf das Einsatzgewicht der Rohware, so wie sie in den Kessel kommt. Und frisches Fleisch besteht zu einem großen Teil aus Wasser.
„65 % Fleisch“ heißt also: Von 100 g Rezeptur stammen 65 g aus frischem Fleisch und Innereien inklusive deren natürlicher Feuchte. Es heißt nicht, dass 65 % des Futters Protein sind. Zwei Dosen mit „65 % Fleisch“ können sehr unterschiedliche Proteingehalte haben, je nachdem, welche Teile und wie viel Bindegewebe verwendet wurden. Erst die analytischen Bestandteile geben darüber Auskunft.
Die zweite Falle ist die Wortwahl. „Mit Ente“ klingt nach einem Entenmenü. In der Praxis kann diese Formulierung bereits ab etwa 4 % Entenanteil verwendet werden. Der Rest kann von anderen Tierarten stammen, oft unter der Sammelkategorie „Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse“.
Wenn du wissen willst, was dein Hund wirklich frisst – etwa weil er auf eine Proteinquelle reagiert –, hilft nur eine Deklaration, die die Tierart für den gesamten tierischen Anteil nennt. Mehr dazu findest du in unserem Artikel zu Monoprotein-Futter bei Allergie und Unverträglichkeit.
Was verraten die analytischen Bestandteile?
Dieser Block ist Pflicht und für viele der unscheinbarste Teil des Etiketts. Er nennt Rohprotein, Rohfett, Rohfaser, Rohasche und bei Nassfutter die Feuchtigkeit (Pflicht, sobald sie über 14 % liegt). Was nicht angegeben wird, sind die Kohlenhydrate – sie ergeben sich rechnerisch als Rest: 100 minus die Summe der genannten Werte. Ausführlich erklären wir die Werte im Artikel Analytische Bestandteile lesen.
Rohasche ist keine Asche
Rohasche ist keine Zutat, die jemand ins Futter gibt, sondern ein Laborwert: Das Futter wird bei hoher Temperatur verbrannt, übrig bleiben die anorganischen Bestandteile – Mineralstoffe wie Calcium, Phosphor und Spurenelemente. Ein Futter mit Knochenanteil hat mehr Rohasche als eines aus reinem Muskelfleisch. Die Zahl beschreibt den Mineralstoffgehalt, nicht „Füllstoffe“.
Nass und Trocken vergleichen – nur auf Trockensubstanz
Der häufigste Fehler: Nassfutter mit 8 % Rohprotein wirkt neben Trockenfutter mit 25 % wie ein Verlierer. Dabei enthält die Dose einfach viel mehr Wasser. Ein fairer Vergleich rechnet es heraus: Rohprotein geteilt durch die Trockensubstanz (100 minus Feuchte).
- Nassfutter: 8 % Rohprotein bei 78 % Feuchte → 8 / 22 = 36 % Protein in der Trockensubstanz
- Trockenfutter: 25 % Rohprotein bei 10 % Feuchte → 25 / 90 = 28 % Protein in der Trockensubstanz
Auf Trockensubstanz gerechnet ist das Nassfutter in diesem Beispiel deutlich proteinreicher. Die gleiche Rechnung funktioniert für Fett und Rohasche. Sie erklärt auch, warum ein Hund von Nassfutter wesentlich größere Mengen braucht – wie viel genau, rechnen wir im Artikel Wie viel Nassfutter braucht ein Hund pro Tag? vor.
Ehrlichkeitshalber: Die analytischen Bestandteile unserer Sorte Rind mit Karotte & Kartoffel liegen zum Zeitpunkt dieses Artikels noch nicht als Laborwerte vor. Sobald die Prüfprotokolle da sind, findest du sie auf der Seite Qualität & Chargen und auf jeder Dose. Wir nennen bewusst keine Zahlen, die wir noch nicht belegen können.
Was bedeuten die Zusatzstoffe 3a und 3b?
Die kryptischen Codes am Ende der Deklaration sind in Wahrheit die beste Nachricht auf dem Etikett. Jeder in der EU zugelassene Futterzusatzstoff hat eine Kennnummer. Die Gruppe 3a steht für Vitamine, die Gruppe 3b für Spurenelemente. Am Beispiel unserer eigenen Rezeptur sieht das so aus – die Werte gelten je Kilogramm Futter:
- Vitamin E 30 mg (3a700i) – Antioxidans, schützt Zellmembranen und Fette im Futter
- Vitamin D3 200 I.E. (3a671) – wichtig für den Calcium- und Phosphorstoffwechsel
- Zink 15 mg (3b605) – Haut, Fell, Immunsystem
- Mangan 3 mg (3b503) – Knorpel- und Enzymstoffwechsel
- Jod 0,75 mg (3b202) – Schilddrüsenfunktion
Warum diese Zusätze nötig sind, wenn doch so viel Fleisch drin ist? Weil Fleisch und Innereien allein bestimmte Nährstoffe nicht in ausreichender oder konstanter Menge liefern. Ein Alleinfuttermittel muss den Tagesbedarf zuverlässig decken – dafür braucht es in aller Regel gezielte Ergänzung.
Daraus folgt der wichtigste Praxistipp dieses Artikels: Steht auf einer Dose „Alleinfuttermittel“, aber im Zusatzstoff-Block fehlen 3a- und 3b-Angaben komplett, ist das ein Warnsignal. Entweder wurde nichts ergänzt – dann ist die Bezeichnung fragwürdig – oder die Kennzeichnung ist unvollständig.
Der Verein für Konsumenteninformation hat 2019 bei einem Nassfuttertest genau diese Lücke gefunden: Bei mehreren Produkten lag eine Unterversorgung mit Nährstoffen vor. Bei technologischen Zusatzstoffen wie Verdickungsmitteln ist es anders: Aufs Etikett müssen nur die, für die ein Höchstgehalt gilt, zum Beispiel Cassia-Gum. Fehlt ein Eintrag, heißt das also nicht automatisch, dass nichts zugesetzt wurde; der Anbieter muss es dir aber auf Anfrage sagen. Die Regeln im Einzelnen erklärt der Artikel Zusatzstoffe im Hundefutter.
Alleinfuttermittel oder Ergänzungsfuttermittel – worauf musst du achten?
Diese Unterscheidung steht meist klein gedruckt, entscheidet aber darüber, ob dein Hund langfristig gut versorgt ist. Ein Alleinfuttermittel ist so zusammengesetzt, dass es die tägliche Ration allein abdeckt – alle Nährstoffe in bedarfsgerechter Menge. Ein Ergänzungsfuttermittel ist das nicht. Es darf nur zusammen mit anderem Futter gegeben werden, das die Lücken schließt.
Die klassische Falle sind reine Fleischdosen: „100 % Rind“, „Pures Huhn“ und ähnliche Produkte. Sie sehen nach dem hochwertigsten Futter im Regal aus und werden oft als solches gefüttert. Ohne Mineralstoffzusatz sind sie aber Ergänzungsfuttermittel. Wer sie dauerhaft als einzige Nahrung gibt, riskiert mit der Zeit eine Unterversorgung. Ein Blick auf die Futtermittelart neben der Tierart klärt das in zwei Sekunden. Mehr dazu im Artikel Alleinfuttermittel oder Ergänzungsfuttermittel.
Wie ehrlich ist unsere eigene Deklaration?
Wir wollen hier nicht mit dem Finger auf andere zeigen und gleichzeitig so tun, als hätten wir das perfekte Etikett. Unsere Deklaration ist halboffen. Bei unserer Sorte Rind mit Karotte & Kartoffel steht: 65 % Fleisch und Innereien vom Rind (Fleisch, Lunge, Niere, Euter, Herz, Pansen, Leber), 2 % Karotte, 2 % Kartoffel, 1 % Leinöl, Mineralstoffe; dazu kommen 30 % produktionsbedingtes Trinkwasser beziehungsweise Brühe.
Warum nicht vollständig offen mit Prozentangabe je Innerei? Weil Fleisch ein Naturprodukt ist. Die genaue Verteilung zwischen Herz, Pansen und Leber schwankt in kleinen Chargen mit der Rohware. Eine Zahl wie „Leber 5,0 %“ zu drucken, die in Wahrheit einmal 4 % und einmal 6 % ist, wäre Scheingenauigkeit.
Was wir garantieren können, drucken wir: die Tierart für den gesamten tierischen Anteil, den Gesamtanteil von 65 %, jede verwendete Innerei namentlich, Gemüse-, Öl- und Wasseranteil. Und weil jede Dose eine Chargennummer trägt, kannst du das Prüfprotokoll deiner Charge anfordern. Das ist unser Verständnis von Transparenz: nicht die längste Liste, sondern die, für die wir geradestehen.
Die 5-Punkte-Checkliste fürs Regal
Du stehst im Laden oder scrollst durch einen Shop und hast dreißig Sekunden. Diese fünf Fragen reichen für eine erste Einschätzung.
- Alleinfuttermittel oder Ergänzungsfuttermittel? Steht „Ergänzungsfuttermittel“ auf der Dose, ist sie kein vollständiges Futter – egal wie gut die Zutaten klingen.
- Welche Tierart und wie viel davon? Wird die Tierart für den gesamten tierischen Anteil genannt oder nur für einen kleinen hervorgehobenen Teil („mit Ente“)? Und: Prozent ist Einsatzgewicht inklusive Wasser.
- Werden die Nebenerzeugnisse benannt? Eine Klammer mit „Herz, Leber, Magen“ ist ein gutes Zeichen. Bei einer Sammelkategorie ohne Erklärung darfst du nachfragen – der Hersteller muss antworten.
- Stehen 3a- und 3b-Zusatzstoffe auf dem Etikett? Bei einem Alleinfutter sollten mindestens Vitamine und Spurenelemente aufgeführt sein. Fehlen sie ganz: nachfragen oder stehen lassen.
- Passen die analytischen Bestandteile zum Fleischanteil? Rechne Rohprotein auf Trockensubstanz um. Ein „65 % Fleisch“-Futter mit sehr niedrigem Protein in der Trockensubstanz enthält vermutlich viel Bindegewebe oder Wasser.
Wann solltest du zum Tierarzt?
Ein Etikett zu lesen ersetzt keine Ernährungsberatung. In diesen Situationen gehört das Thema in die Praxis:
- Dein Hund hat über Wochen oder Monate ein Ergänzungsfuttermittel (reine Fleischdosen, Rationen ohne Mineralzusatz) als einzige Nahrung bekommen – lass den Versorgungsstatus prüfen, auch wenn er gesund wirkt.
- Stumpfes Fell, Schuppen, brüchige Krallen, anhaltende Müdigkeit oder Gewichtsveränderungen trotz gleichbleibender Futtermenge.
- Du vermutest eine Unverträglichkeit gegen eine Proteinquelle – eine Ausschlussdiät gehört tierärztlich geplant und begleitet.
- Welpen, trächtige oder säugende Hündinnen und Hunde mit Vorerkrankungen haben einen anderen Bedarf – ein Adult-Alleinfutter reicht hier nicht automatisch.
Häufige Fragen
Ist eine geschlossene Deklaration ein Zeichen für schlechtes Futter?
Nein, nicht zwingend. Sie ist rechtlich zulässig und wird auch von Herstellern mit guter Rohware genutzt. Sie sagt nur weniger aus, und du musst beim Hersteller nachfragen, um die Details zu erfahren. Nach Artikel 19 der Verordnung 767/2009 muss er dir Auskunft geben.
Sind tierische Nebenerzeugnisse Schlachtabfälle?
Nicht im Sinne von Abfall. Die Kategorie umfasst Innereien, Bindegewebe und andere Teile von Tieren, die als fleischtauglich geschlachtet wurden (Kategorie 3). Kadaver oder kranke Tiere sind für Heimtierfutter ausgeschlossen. Leber, Herz und Magen zählen dazu und sind ernährungsphysiologisch wertvoll.
Kann ich Nassfutter und Trockenfutter über den Rohproteinwert vergleichen?
Nur, wenn du die Feuchtigkeit herausrechnest. Teile den Rohproteinwert durch die Trockensubstanz (100 minus Feuchte). Nassfutter mit 8 % Rohprotein bei 78 % Feuchte liegt bei 36 % in der Trockensubstanz und damit über einem Trockenfutter mit 25 % Rohprotein bei 10 % Feuchte (28 %).
Darf ich reine Fleischdosen dauerhaft füttern?
Als einzige Nahrung nicht. Reine Fleischdosen ohne Mineralstoffzusatz sind Ergänzungsfuttermittel und decken den Bedarf an Calcium, Jod oder Vitamin D nicht. Sie können Teil einer Ration sein, die tierärztlich oder von einer Ernährungsberatung ausgeglichen wurde.
Was bedeutet 3a700i auf der Dose?
Das ist die EU-Kennnummer für Vitamin E als Futterzusatzstoff. Die Gruppe 3a steht für Vitamine, 3b für Spurenelemente wie Zink (3b605) oder Jod (3b202). Diese Codes sind ein Zeichen dafür, dass das Futter gezielt ergänzt wurde, um als Alleinfuttermittel den Tagesbedarf zu decken.
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Wenn du sehen willst, wie eine halboffene Deklaration mit Chargennummer in der Praxis aussieht, findest du auf unserer Seite Qualität & Chargen den Aufbau unseres Etiketts, die Herkunft der Rohware und die Möglichkeit, das Prüfprotokoll deiner Charge anzufordern. Die vollständige Zusammensetzung unserer Sorte Rind mit Karotte & Kartoffel steht auf der Produktseite.