Innereien

Innereien im Hundefutter: Was Herz, Leber, Pansen und Euter wirklich liefern

Viele Ratgeber sortieren Innereien in „gut“ und „schlecht“, meist ohne Zahlen. Wir gehen Organ für Organ durch: Nährwerte, Grenzen und die Hunde, für die Innereien heikel sind.

12 Min. Lesezeit 09.10.2026

Rohe Rindfleischstücke auf einem Holzbrett mit Fleischgabel und Messer

Das Wichtigste in Kürze

  • Innereien sind kein Füllstoff, aber auch nicht alle gleich wertvoll.
  • Leber und Niere liefern Vitamin A, B12, Selen und Kupfer; Herz ist ernährungsphysiologisch fast Muskelfleisch.
  • Lunge und Pansen enthalten mehr Bindegewebe, ihr Eiweiß gilt als etwas weniger hochwertig; für Euter fehlen belastbare Daten.
  • Calcium ist in Fleisch und Innereien knapp – auch ein innereienreiches Alleinfutter braucht zugesetzte Mineralstoffe.
  • Vorsicht bei Neigung zur Kupferspeicherung, bei Dalmatinern und bei Hunden unter Allopurinol.

Sind Innereien im Hundefutter gut oder schlecht?

Weder noch. Es kommt darauf an, welches Organ gemeint ist und wie viel davon im Napf landet. „Innereien“ ist ein Sammelbegriff für Gewebe mit völlig unterschiedlichem Profil, von der vitaminreichen Leber bis zum bindegewebsreichen Pansen.

Die Nährwerte in diesem Artikel stammen, wo nicht anders angegeben, aus der Datenbank des US-Landwirtschaftsministeriums (USDA), die Bewertungen aus tierärztlichen Fachquellen; wo es unsere eigene Einschätzung ist, steht das dabei. Ein Eigeninteresse haben wir: Alle sieben Teile vom Rind, die wir hier durchgehen, stehen auf unserer Dose. Umso wichtiger ist uns, auch ihre Grenzen zu nennen. Wie das Thema ins Gesamtbild passt, liest du im großen Überblick Nassfutter für Hunde.

Warum heißen Innereien „tierische Nebenerzeugnisse“?

Als tierische Nebenprodukte, auf Etiketten „Nebenerzeugnisse“, fasst das EU-Recht Teile vom Tier zusammen, die nicht für den menschlichen Verzehr bestimmt sind. Heimtierfutter darf nach der Verordnung (EG) Nr. 1069/2009 aus Material der Kategorie 3 hergestellt werden. Dazu gehören Teile von Tieren, die im Schlachthof als schlachttauglich für den menschlichen Verzehr eingestuft wurden: genusstaugliche Teile, die aus kommerziellen Gründen nicht auf dem Teller landen, und Teile, die als genussuntauglich zurückgewiesen wurden, aber keine Anzeichen einer übertragbaren Krankheit zeigten.

Der Begriff sagt also etwas über den Vertriebsweg, nicht über den Nährwert. Was die Sammelbezeichnung auf dem Etikett verbirgt, steht im Ratgeber Hundefutter-Deklaration lesen.

Was liefern die einzelnen Innereien vom Rind?

Jedes Organ bringt etwas anderes mit. Die Zahlen gelten je 100 g rohem Rind laut USDA. Sie zeigen Größenordnungen, nicht den Gehalt eines fertigen, erhitzten Futters und auch nicht den unserer Dose.

Muskelfleisch

Skelettmuskulatur ist der Maßstab für Eiweißqualität. Mageres Rinderhackfleisch (5 % Fett) enthält rund 21 g Eiweiß, 5 g Fett und 5,1 mg Zink. Was fehlt: Vitamin A (4 µg), Kupfer (0,08 mg) und vor allem Calcium, nämlich 9 mg gegenüber 198 mg Phosphor.

Herz

Das Herz ist ein Muskel, kein Stoffwechselorgan. Die Fachtierärztin Dr. Julia Fritz beschreibt Herzen als „fast reine Muskulatur“ und deshalb als ebenso hochwertig wie Fleisch. Rinderherz liefert 17,7 g Eiweiß, 4,3 mg Eisen und 8,6 µg Vitamin B12 – knapp doppelt so viel Eisen und fast viermal so viel B12 wie mageres Muskelfleisch. Die Grenze: Herz enthält mehr Purine als Muskelfleisch.

Leber

Die Leber ist die nährstoffdichteste Zutat. Sie hat laut Dr. Fritz „den allgemein höchsten Spurenelement- und Vitamingehalt von allen Innereien“. Rinderleber enthält rund 4.970 µg Vitamin A, 59 µg Vitamin B12, 290 µg Folat und 9,8 mg Kupfer. Genau diese Dichte ist die Grenze: Zu viel Leber bedeutet zu viel Vitamin A und Kupfer.

Niere

Die Niere liefert 17,4 g Eiweiß bei 3,1 g Fett, vor allem aber 141 µg Selen – rund achtmal so viel wie Muskelfleisch –, 27,5 µg Vitamin B12 und 2,8 mg Vitamin B2. Die Grenze: Niere enthält ebenfalls deutlich mehr Purine als Muskelfleisch.

Lunge

Lungengewebe ist fettarm (2,5 g) und liefert 16,2 g Eiweiß sowie 8 mg Eisen. Es enthält aber viel Bindegewebe. Dr. Fritz schreibt: „Die Eiweißqualität ist geringer als bei Fleisch“, Blähungen wären nicht verwunderlich. Wie groß der Unterschied ist, bleibt offen: In Tests an Geflügel erreichten rohe Rinderlungen eine Aminosäuren-Verdaulichkeit von über 90 % (Cramer et al. 2007). Am Hund fehlen vergleichbare Daten.

Pansen

Der Pansen ist der größte Vormagen des Rinds. Eiweißqualität und Verdaulichkeit sind laut Dr. Fritz „etwas geringer als bei Fleisch, denn Vormägen enthalten mehr Bindegewebe und Keratin“, also Hornsubstanz. Pansen in Lebensmittelqualität (Kutteln) enthält 12,1 g Eiweiß, 3,7 g Fett und kaum Vitamine. Manche Hunde reagieren mit Blähungen.

Euter

Das Euter ist die Milchdrüse der Kuh. Es besteht aus Drüsengewebe, dem Bindegewebe dazwischen, Fettgewebe und einem kräftigen Aufhängeapparat. Belastbare, frei zugängliche Nährwertdaten haben wir dafür nicht gefunden, deshalb nennen wir keine Zahlen. Vom Aufbau her ist es nach unserer Einschätzung eher Eiweiß- und Fettlieferant als Vitaminquelle und zählt zu den bindegewebsreicheren Teilen.

Teil vom Rind Liefert vor allem Grenze / Hinweis
Muskelfleisch Hochwertiges Eiweiß, Zink Kaum Vitamin A, Kupfer und Calcium
Herz Eiweiß wie Fleisch, Eisen, Vitamin B12 Mehr Purine als Fleisch
Leber Vitamin A, Vitamin B12, Folat, Kupfer Nur in Maßen: Vitamin A, Kupfer, Purine
Niere Selen, Vitamin B12, Vitamin B2 Mehr Purine als Fleisch
Lunge Eiweiß, Eisen, wenig Fett Viel Bindegewebe, Eiweißqualität geringer
Pansen Eiweiß Bindegewebe und Keratin, Blähungen möglich
Euter Eiweiß und Fett Drüsen-, Fett- und Bindegewebe, kaum Daten

Dass Bindegewebe die Verdaulichkeit drückt, ist am Hund gemessen: In einem Versuch mit zehn Hunden wurde Rinderleber so gut verdaut wie Muskelfleisch-Abschnitte, die knorpelreiche Luftröhre deutlich schlechter (Loureiro et al. 2017). Lunge, Pansen und Euter wurden dort nicht getestet.

Wie viel Leber ist zu viel? Vitamin A im Hundefutter

Schon wenige Gramm Leber decken den Tagesbedarf an Vitamin A, und beim Vitamin A werden erst sehr große Mengen über lange Zeit gefährlich. Wo der Spielraum dazwischen endet, sehen die Fachgremien unterschiedlich.

Der europäische Branchenverband FEDIAF nennt für erwachsene Hunde ein Minimum von 606 I.E. Vitamin A je 100 g Trockensubstanz und ein „nutritional maximum“ von 40.000 I.E. je 100 g Trockensubstanz, das sind 100.000 I.E. je 1.000 kcal. Das Maximum ist kein gesetzlicher Höchstwert, sondern die Menge, bis zu der bei gesunden Hunden keine Schäden beobachtet wurden. Es liegt beim 66-Fachen des Minimums.

Der US-amerikanische National Research Council (NRC) ist vorsichtiger: Für wachsende Hunde setzt er die sichere Obergrenze bei 12.500 I.E. je 1.000 kcal an, einem Achtel des FEDIAF-Werts. Eine von der Futtermittelindustrie unterstützte Studie mit 49 Welpen, die bis zum Alter von einem Jahr je nach Gruppe 5.000 bis 100.000 I.E. je 1.000 kcal bekamen, fand dagegen keine Schäden (Morris et al. 2012). Abschließend geklärt ist die Grenze nicht.

Rechenbeispiel: 20-kg-Hund

Ein normal aktiver Hund mit 20 kg braucht nach der FEDIAF-Formel 110 × 200,75 ≈ 1.040 kcal am Tag. Das Minimum von 1.515 I.E. je 1.000 kcal ergibt rund 1.580 I.E. Vitamin A täglich. Rohe Rinderleber enthält rund 4.970 µg je 100 g, laut USDA etwa 16.900 I.E. Knapp 10 g Leber decken also den Tagesbedarf. Das passt zur Faustregel von Dr. Fritz, nach der 0,5 bis 1 g Leber je kg Körpergewicht dafür ausreichen.

Das FEDIAF-Maximum läge für diesen Hund bei 104.000 I.E. am Tag. Dafür bräuchte es rund 620 g Leber täglich, mehr als die Hälfte seiner Tagesration von 1.160 g (bei angenommenen 90 kcal je 100 g). Das ist eine Größenordnung, kein Fütterungsplan. Beim Kupfer ist der Spielraum viel kleiner: Schon rund 75 g Rinderleber enthalten so viel Kupfer, wie die gesamte Tagesration dieses Hundes nach dem gesetzlichen Höchstgehalt enthalten dürfte.

Woran zeigt sich eine Überversorgung?

Laut MSD Veterinary Manual ist eine Vitamin-A-Vergiftung beim Hund selten, Hunde gelten als weniger empfindlich als Katzen. Die häufigsten Anzeichen sind Skelettfehlbildungen, Spontanfrakturen und innere Blutungen. Als Auslöser nennt das Handbuch die ausschließliche Fütterung von Leber. Heikel wird es nach unserer Einschätzung vor allem, wenn zusätzlich zu einem Alleinfutter täglich Leber im Napf landet, frisch oder getrocknet.

Für welche Hunde sind Innereien heikel? Kupfer und Purine

Für die meisten gesunden, erwachsenen Hunde sind Innereien in einem ausgewogenen Futter kein Problem. Zwei Gruppen brauchen Vorsicht: Hunde, die Kupfer in der Leber speichern, und Hunde, die Purine schlecht verarbeiten oder Allopurinol bekommen.

Kupfer in Rinderleber

Rinderleber enthält mit 9,8 mg je 100 g rund 125-mal so viel Kupfer wie mageres Muskelfleisch. Bei der Kupferspeicherkrankheit reichert sich Kupfer in der Leber des Hundes an und kann sie schädigen. Die tierärztliche Fakultät der Cornell University nennt Labrador Retriever, Dobermann, Bedlington Terrier und West Highland White Terrier als besonders anfällige Rassen. Für kupferarme, selbst gekochte Rationen lautet eine ihrer Grundregeln schlicht: keine Innereien.

Purine in Leber, Herz und Niere

Purine sind Bausteine der Erbsubstanz, der Körper baut sie zu Harnsäure ab. Eine japanische Analyse fand in Rinderleber 220 mg Purine je 100 g, in Herz 185 mg und in Niere 174 mg, in Muskelfleisch je nach Stück etwa 75 bis 110 mg, in einer Einzelmessung 135 mg (Kaneko et al. 2014). Dalmatiner haben laut der University of California, Davis, offenbar einen genetischen Defekt im Umgang mit Purinen aus dem Futter und neigen deshalb zu Uratsteinen.

Bekommt dein Hund wegen einer Leishmaniose Allopurinol, solltest du auf Purine im Futter achten. Xanthinsteine in den Harnwegen sind eine häufige Nebenwirkung dieser Behandlung, deshalb wird eine purinarme Ernährung empfohlen, und Innereien zählen zu den purinreichen Zutaten (Kaempfle et al. 2023). Einen Höchstwert für Purine kennt das Futtermittelrecht laut derselben Arbeit nicht. Die Futterwahl gehört hier in die Hand deiner Tierärztin oder deines Tierarztes.

Warum braucht ein Futter mit Innereien trotzdem Mineralstoffe und Vitamine?

Muskelfleisch und die meisten Innereien enthalten fast kein Calcium, aber viel Phosphor. Mageres Rindfleisch bringt 9 mg Calcium auf 198 mg Phosphor je 100 g, Rinderleber 5 mg auf 387 mg. FEDIAF verlangt im Alleinfutter ein Verhältnis von Calcium zu Phosphor von mindestens 1:1. Das MSD Veterinary Manual beschreibt Calciummangel ausdrücklich bei Rationen, die überwiegend oder ganz aus Fleisch bestehen.

Ähnlich ist es beim Jod: Ein Mangel ist laut MSD Manual selten, kann aber bei sehr fleischreichen Rationen auftreten. Deshalb stehen bei einem Alleinfutter Mineralstoffe in der Zusammensetzung und Zusatzstoffe auf dem Etikett, bei uns Vitamin D3, Vitamin E, Zink, Mangan und Jod. Was die Kürzel dahinter bedeuten, erklärt der Artikel Zusatzstoffe im Hundefutter. Warum reine Fleischdosen ohne Ergänzung rechtlich etwas anderes sind, steht unter Alleinfuttermittel oder Ergänzungsfuttermittel.

Was bedeutet „65 % Fleisch und Innereien“ – und was kannst du nachfragen?

Die Zahl nennt den Gesamtanteil aller tierischen Teile, nicht den Anteil der einzelnen Innerei. Für jede Zutat vorgeschrieben ist ein Prozentwert nicht: Nach Artikel 17 der Verordnung (EG) Nr. 767/2009 werden die Zutaten in absteigender Reihenfolge nach Gewicht genannt. Pflicht wird der Prozentwert, sobald eine Zutat in Worten oder Bildern hervorgehoben wird, zum Beispiel im Produktnamen.

Warum kaum ein Hersteller Einzelanteile druckt, wissen wir nicht sicher; vermutlich schwankt die Rohware von Lieferung zu Lieferung. Auch der Rohproteinwert hilft nicht weiter, denn er sagt nicht, aus welchem Gewebe das Eiweiß stammt. Mehr dazu im Artikel Analytische Bestandteile lesen.

Artikel 19 der Verordnung (EG) Nr. 767/2009 gibt dir ein Auskunftsrecht, aber ein schmales. Auf dem Etikett muss eine kostenfreie Telefonnummer oder ein anderer Kontaktweg stehen, über den du mehr zu den Zusatzstoffen und zu Zutaten erfährst, die nur als Kategorie angegeben sind. Einen Anspruch auf exakte Prozentanteile je Innerei enthält der Artikel nicht.

Fragen kannst du trotzdem. Diese sechs Punkte lohnen sich:

  • Welche Innereien stecken genau im Futter, und von welcher Tierart?
  • In welcher Größenordnung liegt der Leberanteil?
  • Wie viel Vitamin A und Kupfer enthält das Futter laut Analyse?
  • Wie hoch sind Calcium und Phosphor, und in welchem Verhältnis stehen sie?
  • Ist der Pansen grün oder gereinigt?
  • Gibt es zur Charge ein Prüfprotokoll?

Was steckt in unserer Dose – und was wissen wir selbst nicht?

Unsere Sorte Rind mit Karotte & Kartoffel enthält 65 % Fleisch und Innereien vom Rind: Fleisch, Lunge, Niere, Euter, Herz, Pansen und Leber. Alle sieben Teile stehen namentlich auf dem Etikett, die Einzelanteile nicht. Das ist eine halboffene Deklaration. Wir kennen die Einzelanteile selbst nicht und nennen deshalb keine Prozentwerte je Innerei.

Auch einen Vitamin-A- oder Kupferwert schreiben wir hier nicht hin, solange uns dafür keine bestätigten Analysewerte vorliegen. Das Prüfprotokoll einer Charge kannst du über die Chargennummer anfragen, siehe Qualität & Chargen.

Was das Futter ist: ein Alleinfuttermittel für ausgewachsene Hunde mit einer einzigen tierischen Proteinquelle. Was es nicht ist: purinarm, kupferreduziert oder ein Diätfutter, und es ist nicht für Welpen ausgelegt. Mit Lunge und Pansen enthält es auch bindegewebsreichere Teile, nach unserer Einschätzung gehört auch das Euter dazu. Rind gehört außerdem zu den häufigsten Futterallergenen, in einer Auswertung von 297 Hunden mit 34 % auf Platz eins. Mehr dazu im Artikel Monoprotein-Hundefutter.

Wann solltest du zum Tierarzt?

Bei diesen Hunden gehört die Frage nach Innereien im Futter in die Praxis, bevor du etwas umstellst:

  • Dein Hund gehört zu einer Rasse mit Neigung zur Kupferspeicherung, etwa Bedlington Terrier, Labrador Retriever, Dobermann oder West Highland White Terrier, oder er hat erhöhte Leberwerte.
  • Dein Hund ist ein Dalmatiner oder hatte schon einmal Harnsteine.
  • Dein Hund bekommt Allopurinol, zum Beispiel wegen einer Leishmaniose.
  • Dein Hund hat eine Nieren- oder Lebererkrankung.
  • Du fütterst seit Längerem regelmäßig zusätzlich Leber, und dein Hund lahmt, bewegt sich ungern oder zeigt Schmerzen an den Gelenken.

Sofort in die Praxis gehört dein Hund, wenn er beim Urinieren presst, nur tröpfchenweise oder gar keinen Urin absetzt oder Blut im Urin hat.

Häufige Fragen

Ist Herz Fleisch oder Innerei?

Anatomisch ist das Herz ein Muskel und im Nährwert dem Fleisch sehr ähnlich. In der Deklaration zählt als „Fleisch“ aber nur Skelettmuskulatur. Herz wird deshalb getrennt genannt und im Alltag zu den Innereien gerechnet.

Was ist grüner Pansen?

Grüner Pansen enthält noch pflanzliches Material aus dem Vormagen des Rinds. Er bringt deshalb laut Dr. Julia Fritz einen gewissen Ballaststoffgehalt und mehr B-Vitamine mit. Ob in einer Dose grüner oder gereinigter Pansen steckt, verrät das Etikett meist nicht, du musst nachfragen.

Bekommt mein Hund von Innereien Blähungen?

Das kann vorkommen, vor allem bei bindegewebsreichen Teilen wie Pansen und Lunge. Manche Hunde vertragen Innereien schlechter als andere oder mögen sie nicht. Stell ein neues Futter deshalb schrittweise über 5 bis 7 Tage um und beobachte den Kot.

Sind Innereien für Welpen geeignet?

Grundsätzlich ja, aber die Spielräume sind enger. Für wachsende Hunde setzt der NRC die sichere Obergrenze für Vitamin A deutlich niedriger an als FEDIAF, und der Calciumbedarf ist nach den FEDIAF-Werten etwa doppelt so hoch wie beim erwachsenen Hund. Welpen brauchen deshalb ein Futter, das für das Wachstum ausgelegt ist. Unseres ist es nicht.

Dürfen Hunde jeden Tag Innereien fressen?

Als Teil eines Alleinfutters ja, denn dort ist die Rezeptur als Ganzes auf den Bedarf abgestimmt. Wer Innereien zusätzlich füttert, sollte das laut Napfcheck nur in moderaten Mengen tun. Das gilt besonders für Leber.

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